Sicherer Winter-Endspurt: Noch kann Kälte Auto, Motorrad und Fahrrad zusetzen

Frühlingssonne in Sicht? Nein, das Winterwetter kann in den nächsten Wochen noch unvermittelt und heftig zupacken.

Kälte schwächt Batterien, verlängert Bremswege, verringert die Reifenhaftung und verschlechtert die Sicht. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass kleine Mängel am Fahrzeug plötzlich groß werden – und aus „wird schon gehen“ schnell ein Sicherheitsrisiko entsteht. Das gilt für das Auto genauso wie für Zweiräder aller Art. Kurze Checks vor der Fahrt können das verhindern. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH nennt wichtige Punkte.

Auto: Die häufigsten Kälteprobleme – und die beste Vorsorge

+ Ganz vorn beim Auto stehen Startprobleme auf der Liste. Denn ältere Batterien bieten meist nicht mehr die volle Leistung. Häufige Kurzstrecken und viele Verbraucher wie Heizung, Heckscheiben- oder Sitzheizung schwächen sie zusätzlich – und der Anlasser bleibt stumm. Wer häufig kurze Wege fährt, plant daher besser ab und zu eine längere Strecke ein, damit die Batterie wieder vollständig lädt – und hält außerdem die Pole sauber.

+ Gut zu wissen: Auch reine E-Autos haben eine Starterbatterie mit 12 Volt Spannung für den Betrieb der Bordsysteme beim Anlassen. Sie wird über einen Spannungswandler vom Hochvoltsystem geladen. Auch hier: Bei kaltem Wetter regelmäßig längere Strecken zu fahren, das hält den 12-Volt-Akku fit.

+ Ebenso wichtig: Frostschutz in Scheibenwaschanlage und Kühlmittel. Ist die Mischung nicht winterfest, drohen eingefrorene Leitungen oder Düsen.

+ Bei den Reifen gilt: Kälte senkt den Luftdruck – regelmäßiges Kontrollieren ist notwendig. Profil: Für die kalte Jahreszeit empfiehlt die GTÜ mindestens vier Millimeter. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht, und zulässig sind bei winterlichen Straßenverhältnissen ausschließlich Reifen mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke).

+ Nicht unterschätzen: die Sicht. Vereiste oder beschlagene Scheiben, verschmutzte Scheinwerfer und zugeschneite Spiegel müssen vor jeder Fahrt komplett gereinigt werden.

Motorrad: Wenn Traktion zur knappen Ressource wird

+ Kalter Asphalt, Nässe und Salz reduzieren den Grip deutlich – und die Reifen erreichen ihre Betriebstemperatur später. Auf dem Motorrad bedeutet das geringere Sicherheitsreserven. Daher sanfter anfahren, defensiver bremsen und Kurven vorsichtiger fahren. Im Zweifelsfall das Zweirad stehen lassen.

+ Auch die Motorradtechnik kann bei Kälte schwächeln – Wartungszustand und insbesondere die Bremsen sollten daher im Blick sein.

+ Nach Fahrten auf salzigen Straßen hilft gründliches Reinigen und Konservieren des Antriebs gegen Korrosion.

+ Für die Sicherheit entscheidend: eine einwandfreie Lichtanlage und helle sowie reflektierende Kleidung.

Fahrrad und E-Bike: Bremsen, Licht und Reifen entscheiden

+ Nässe, Schmutz und Salz verschlechtern die Bremswirkung von Felgen- und Scheibenbremsen. Deshalb: regelmäßig prüfen, Beläge rechtzeitig tauschen und Bremsflächen sauber halten – das zahlt direkt auf die Sicherheit im Straßenverkehr ein.

+ Dunkelheit und Spritzwasser machen eine funktionierende Beleuchtung und saubere Reflektoren zur Pflicht.

+ Auch bei Fahrrädern gilt: Kalte Luft senkt den Reifendruck – Luftdruck und Profil gehören zum Routine-Check.

+ Winterreifen fürs Fahrrad und hier vor allem Spikesreifen geben Grip bei Eis und Schnee. An S-Pedelecs sind Spikes jedoch nicht erlaubt, da diese als Kraftfahrzeug gelten.

+ Beim E-Bike reduziert Kälte die Reichweite. Daher den Akku temperiert lagern und erst kurz vor der Fahrt einsetzen.

Der Mini-Check als bester Winter-Hack

Wer im Winter täglich und bei jedem Wetter unterwegs ist, spart viel Ärger mit dem kurzen Blick etwa auf Licht, Reifen und Bremsen. Und hat das gute Gefühl, etwas für die Verkehrssicherheit getan zu haben – ganz im Sinne der GTÜ. Zugleich hilft funktionierende Technik, unnötige Emissionen oder übermäßigen Verschleiß zu vermeiden. Das ist gelebter Umweltschutz.

Nie mehr suchen: Der Kfz-Schein in der Handy-App

Mit der offiziellen i-Kfz-App wird der Kraftfahrzeugschein so mobil wie wir selbst. Man kann ihn sogar digital mit anderen Fahrzeugnutzern teilen.

Immer dabei, nie mehr suchen

Der Kraftfahrzeugschein gehört zu den Dokumenten, die man zwar selten braucht – aber im Ernstfall sofort griffbereit haben muss. Ob bei einer Verkehrskontrolle, einem Unfall oder dem Werkstattbesuch. Seit Ende 2025 gibt es eine einfache Lösung – den digitalen Kfz-Schein in der offiziellen i-Kfz-App des Kraftfahrt-Bundesamts. Die Idee: Fahrzeughalter können ihre Zulassungsbescheinigung Teil I, so der offizielle Name des Dokuments, bequem auf dem Smartphone speichern – sicher, praktisch und jederzeit verfügbar. Wer mehr als ein Fahrzeug oder Anhänger besitzt, kann alle Scheine hinterlegen. Zwei Möglichkeiten gibt es, um den digitalen Kfz-Schein zu aktivieren.

www.kba.de

Weg 1 – mit dem neuen Personalausweis (nPA)

Wer einen Personalausweis mit freigeschalteter Online-Funktion hat, kann direkt in der i-Kfz-App seine Identität bestätigen. Dafür benötigt man ein NFC-fähiges Smartphone und die Ausweis-PIN. Nach der Verifizierung wird der Kfz-Schein automatisch digital in die App geladen. NFC (Near Field Communication) bieten Android-Geräte wie iPhones schon seit Jahren standardmäßig.

Weg 2 – mit Sicherheitscode vom Straßenverkehrsamt

Die zweite Möglichkeit funktioniert ohne Online-Ausweisfunktion: Bei der zuständigen Zulassungsbehörde erhält man einen persönlichen Sicherheitscode. Mit diesem lässt sich der Kfz-Schein ebenfalls digital in der App hinterlegen.

Digitaler Komfort

Der digitale Kfz-Schein spart Platz in Portemonnaie oder Brieftasche, und man hat in vielen Situationen den Nachweis über sein Fahrzeug parat – das Vorzeigen auf dem Handy genügt. Er lässt sich außerdem mit anderen Fahrzeugnutzern teilen, bei ihnen landet der digitale Schein ebenfalls in der i-Kfz-App.

Rechtzeitig zur Hauptuntersuchung

Achtung: Im Ausland gilt der digitale Kfz-Schein nicht. Wer die Bundesrepublik Deutschland verlässt, muss weiterhin den Papierschein mitführen. Auch bei der Hauptuntersuchung (HU) ist das Original vorzulegen. Ein schöner Nebeneffekt der Digitalisierung: Die i-Kfz-App erinnert an die nächste HU. So verpasst man den Zeitpunkt nicht und kann den Besuch bei einem GTÜ-Partner rechtzeitig einplanen.

Ein Schritt in Richtung Zukunft

Die Digitalisierung des Kfz-Scheins ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer modernen, digitalen Verwaltung. Dieser Weg führt weiter: Geplant ist, dass auch der digitale Führerschein in der App hinterlegt werden kann. Die sichere digitale Ablage erhöht zugleich den Schutz vor Fälschungen oder Verlust. Das nützt nicht nur den Fahrzeughaltern, sondern auch der Sicherheit im Straßenverkehr.

GTÜ auf Fachmessen 2026: Classic-Services, Technikkompetenz und echte Benzingespräche

Ob Saisonstart in Bremen oder Heimspiel in Stuttgart: Die GTÜ ist 2026 dort, wo automobile Leidenschaft auf technische Verantwortung trifft.

Wo Klassiker zu Hause sind

Präsenz zeigen, Fachwissen teilen, Kontakte pflegen: Im Jahr 2026 ist die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH auf zentralen Fachmessen rund um automobile Technik und Emotion vertreten. Los geht’s mit der Bremen Classic Motorshow (30. Januar bis 1. Februar 2026). Nur wenige Wochen später folgt die Retro Classics Stuttgart (19. bis 22. Februar 2026).

Classic-Services zum Anfassen

Auf den Messeständen informiert die GTÜ beispielsweise über die Oldtimerbegutachtung gemäß § 23 StVZO fürs Erlangen des H-Kennzeichens oder eines roten 07er-Kennzeichens. Diese Begutachtung erfordert immer eine frische Hauptuntersuchung, selbstverständlich ebenfalls eine GTÜ-Dienstleistung. Auch die technische Zuverlässigkeit und vor allem Sicherheit im Straßenverkehr stehen im Mittelpunkt. Je nach Fahrzeug und Nutzung spielt auch Umweltschutz eine Rolle: Ein technisch einwandfreier Zustand kann helfen, unnötige Emissionen zu vermeiden, etwa aufgrund defekter Abgasanlage oder falsch eingestelltem Motor.

Saisonstart in Bremen: Halle 5, Stand E30

Die Bremen Classic Motorshow gilt als traditioneller Start in die Klassiker-Saison. Die GTÜ ist dort in Halle 5, Stand E30 vertreten – und zeigt echte Hingucker: den GTÜ-Event-Trailer „Silver Streak Clipper“ (Baujahr 1950) sowie einen Porsche 928 (Baujahr 1977) aus dem Bestand von GTÜ Classic. Laut Veranstalterangaben kommen meist um die 50.000 Besucherinnen und Besucher nach Bremen. Rund 730 Aussteller, Händler und Privatverkäufer aus zehn Nationen zeigen Fahrzeuge, Zubehör, Restaurierungsmaterial, Markenclubs und Sonderschauen.

Heimspiel in Stuttgart: Halle 1, Stand D19 – plus Barista

Die Retro Classics Stuttgart versteht sich als Treffpunkt für Fahrkultur und automobile Legenden. Die GTÜ ist in Halle 1, Stand D19 präsent – wiederum mit dem „Silver Streak Clipper“ und außerdem mit einem roten Opel Kadett C Aero (Baujahr 1976). Extra sympathisch: Kostenfreie Kaffeespezialitäten vom Barista als Einladung, unkompliziert ins Gespräch zu kommen – über Prüf- und Gutachterthemen, aber auch über ganz konkrete Fragen rund um klassische Fahrzeuge.

Beratung, die direkt weiterhilft

Messen sind für die GTÜ eine wertvolle Austauschplattformen. Im direkten Gespräch geht es oft um Praxis: Welche Punkte sind relevant für die Oldtimerbegutachtung nach § 23 StVZO? Wie bereitet man einen Klassiker auf die Hauptuntersuchung vor? Welche Instandsetzung ist sicherheitsrelevant? Gerade bei Klassikern sind Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, Beleuchtung und Reifen essenziell – denn auch bei ihnen hängt Sicherheit im Straßenverkehr maßgeblich vom technischen Zustand ab.