Eine Sammlung für echte Typen

Das etwas andere Konzept des Hamburger Automuseum Prototyp

Was sich aus der simplen Abkürzung „Pkw“ alles machen lässt, sogar ein ganzes Museumskonzept. Zerlegt in die Bestandteile „Personen. Kraft. Wagen.“ haben sich die Macher des Automuseum Prototyp ein Konzept ausgedacht, dass anders ist als alle anderen Sammlungen in Deutschland. Natürlich geht es auch in der Hamburger Hafencity vorrangig um die Fahrzeuge, aber eben nicht nur. Sondern auch um die Menschen hinter den einmaligen Autos und um deren Geschichten.

Hauptsache besonders

Sich zeigen auf den zweieinhalbtausend Quadratmetern dürfen sich nur ganz besondere Autos, wie der berühmte „Berlin-Rom-Wagen“ von Porsche (Typ 64), der Weltrekordwagen von Petermax Müller aus dem Jahr 1950 oder der Formel-1-Rennwagen von Jordan, mit dem Michael Schumacher sein Debüt gab. Einmalig! Einmalig! Einmalig! Das ist das entscheidende Kriterium. Nicht alle sind deshalb Prototypen im ursprünglichen Sinn. Aber immer handelt es sich Klassiker.

Gebäude mit eigenem Charme

Designliebhaber, Technik-Enthusiasten und Motorsportfreunde kommen hinter den Backsteinwänden gleichermaßen auf ihre Kosten. Das Prototyp-Museum will Geschichte erlebbar machen, kommt mit wenig Ausstellungsstücken hinter Glas aus, bietet dafür mehr interaktive Stationen. Zum Beispiel einen Mini-Windkanal, in die aerodynamischen Eigenschaften eines Prototypenmodells plastisch werden.  Alles ist auf das Wesentliche reduziert, aber dennoch besitzt das Ambiente seinen ganz eigenen Charme. Wohl auch deshalb, weil nicht viel von den Hauptdarstellern ablenkt. Das Ensemble ist ein Mix aus den Pionieren der Automobilhistorie, klassischen Sportwagen und Designikonen, flankiert von Legenden aus dem Motorsport. Mit dem Vorteil, dass die Besucher in dem denkmalgeschützten Gebäude einer ehemaligen Kautschukfabrik ganz nah ran dürfen an die Ausstellungsstücke.

Nicht einer Marke, nur der Idee verpflichtet

Markenunabhängig haben die Kuratoren besondere Exemplare aus 80 Jahren Automobilgeschichte kombiniert. Als Ergänzung dazu gibt es auch ein Schaudepot, dass die erweiterte Sammlung zeigt. Und immer wieder Sonderausstellungen, zuletzt zum Citroen DS und Porsche Heritage. Die sprichwörtliche hanseatisch Kühle wird durch die Ausstrahlung der Fahrzeuge aufgewogen. Das kann ein Audi Typ C von 1912 sein, der als „Alpensieger“ schon früh Leistung und Zuverlässigkeit kombinierte. Oder zwei Legenden, die aus der GTÜ-Stadt Stuttgart stammen: den Porsche 356 Speedster und den Mercedes 300 SL „Flügeltürer“. Den Grundstock der Sammlung bildet der Nachlass des Österreichers Otto Mathé, mit seinem berühmten Monoposto namens „Fetzenflieger“.

Was treibt die Macher?

Die beiden Museumsgründer Oliver Schmidt und Thomas König hatten sich die Philosophie „Neue Ziele. Neue Wege“ zur Aufgabe gemacht, als sie nach einem Platz in der sicher nicht armen Landschaft der deutschen Automobil-Museumslandschaft suchten. Seit drei Jahrzehnten tauchen die beiden Hamburger schon tief ein in die Historie, mit eindeutigem Faible für Porsche, begonnen hat alles mit einem VW-Kübelwagen. Seit damals  versuchen sie über das Metall hinaus die Seele der Fahrzeuge zu ergründen. Getreu ihrer Deutung des Begriffes Prototyp: alles, was sie ausstellen, muss Vorbildcharakter besitzen. Einfacher ausgedrückt: Echte Typen eben.

Info

Das Automuseum Prototyp in der Shanghaiallee 7 in Hamburg ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt 13 Euro (Kinder fünf Euro). Familien- und Gruppentickets erhältlich, Führungen auf Anfrage. www.prototyp-hamburg.de

Oben ohne, aber sicher: Der Porsche mit Bügel wird 60

Kein Cabrio, aber auch kein Coupé: der Targa ist eine eigene Kategorie.

Foto: Porsche-Newsroom

Der Porsche 911 war noch gar nicht geboren, da diskutierten sie in Stuttgart-Zuffenhausen schon, dass es von dem schnell zur Legende gewordenen Sportwagen in jedem Fall auch eine offene Version geben sollte. Drei Varianten fassten die Ingenieure für die Oben-Ohne-Variante ins Auge: ein klassisches Verdeck wie beim Porsche 356, ein Gestänge für eine Roadster-Version und ein Cabriolet mit einem festen Überrollbügel. Letzteres erwies sich als die überzeugendste Idee für ein Auto, dass Porsche in die Zukunft führen sollte. Richtig Schub bekommt die Idee durch die Zulassungsbehörden in den USA, die für offene Fahrzeuge strengere Richtlinien festlegen wollen. Um den angedachten Bügel herum formt Porsche ein Sicherheits-Cabrio.

Auf Nummer Sicher fahren

Schon 1965 feiert der 911 Targa auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Premiere, weshalb er gerade den 60. Geburtstag feiert. Der Stahlbügel, der beim offen fahren kein bisschen stört, bietet aber mehr als nur strukturelle Sicherheit: er ist ein echter Hingucker. Gestaltet vom großen Designer F.A. Porsche wird das besondere Fahrzeugteil zu einem Markenzeichen für dessen These „form follows function.“ Komplettiert wird die Targa-Idee durch ein herausnehmbares Dachteil über den Vordersitzen und eine Kunststoff -Heckscheibe. Frische Luft, mit vielen Variablen – aber immer auf Nummer sicher. Wer hätte damals geahnt, dass der Targa Kult werden würde, inzwischen in der achten Modellgeneration?

Foto: Porsche-Newsroom

Sizilien lässt grüßen

Ähnlich oft – und kontrovers – wie über das Konzept wurde über den Namen des neuen Fahrzeugtypen diskutiert. Der damalige Verkaufschef Harald Wagner schlug den Begriff „Targa“ vor. Zum einen bezeichnet das berüchtigte Straßenrennen Targa Florio auf Sizilien, zum anderen bedeutete der feststehende Begriff aus dem Motorsport „Schild“. Und was könnte besser zu diesem Auto passen als ein wortwörtliches Schutz-Schild? Zumal die Technik den Sicherheitsgedanken immer konkreter angeht. Erst kommt eine Panorama-Glasscheibe, später ein Glasdach mit längs verlaufenden Trägern. Es gab dann noch Versuche mit Schiebedach und einen mit Heckklappe. Mittlerweile liegt der Schwerpunkt auf einem vollständig elektrischen Dachsystem. Puristen mögen das Gesicht verziehen, aber es ist eine gekonnte technische Show, wenn sich Bügel und Glasscheibe auf Knopfdruck durch die Luft bewegen und das Dach öffnen oder schließen.

Stabil und selbstbewusst

Beim klassischen F-Modell, zwischen 1966 und 1973 gebaut, war der Targa-Anteil am höchsten, er lag bei 33 Prozent. Die höchste Stückzahl erzielte das G-Modell (1973 bis 1989), von ihr wurden 57.371 Sicherheitscabriolets ausgeliefert. Im Gegensatz dazu stehen jene lediglich 4.863 Targas, die von der Baureihe 964 Anfang der Neunziger ausgeliefert wurden. Eins aber ist allen Varianten gemein: der 911 Targa war immer stabil, daraus zog er auch sein Selbstbewusstsein. Anders ausgedrückt: das Autofahren mit allen Sinnen war schon immer stilprägend. Der Targa ist eben nicht bloß eine Porsche, sondern ein Gefühl. Rundum.

Foto: Porsche-Newsroom

Schöne Bescherung für alle Auto-Freunde

Letzte Geschenk-Tipps aus der Blog-Redaktion

Vor Weihnachten noch einmal so richtig auf Touren kommen, das ist leicht zu bewerkstelligen: wer zu spät über Geschenke für Auto-Liebhaber nachdenkt, für den haben die anstehenden Festtage zunächst weniger mit Besinnlichkeit, aber mehr mit Trubel zu tun. Die Blogger der GTÜ haben erst gar keinen Stress aufkommen lassen und teilen gern ihre Tipps.

Ein Bulli zum Kugeln

Der Oldtimer-Fuhrpark der GTÜ verfügt über einen VW T2b in rot-weißer Farbgebung. Das ist sicherlich einer der Gründe, warum dieser Geschenktipp hier nicht fehlen darf: Der T1 Weihnachtsbaumanhänger aus Glas in kultigem Rot, mundgeblasen und handbemalt ist ein Muss für den Fan des kultigen VW Bulli – und natürlich alle Freunde der GTÜ. Damit wird der Christbaum für alle Klassik-Liebhaber noch schöner und festlicher. Außerdem steigt die Vorfreude: Der Bulli im Baum verkürzt die Wartezeit bis zum Start der kommenden Oldtimersaison. Alternativ ist der T1 auch in Hellblau, in Rot mit Weihnachtsbaum auf dem Dach sowie als dunkelblaue Variante mit Hibiskus Muster und coolem Surfbrett erhältlich. Ebenfalls im Angebot: Der VW Käfer in verschiedenen Farben und Ausführungen.

www.vw-collection-by-brisa.com

Frank Reichert

Mal was anderes

Wer behauptet eigentlich, dass ausmalen nur etwas für Kinder ist? Als wenn es nicht allen Freunden gepflegter Mobilität genauso viel Spaß machen würde, den ganz persönlichen Ferrari, Porsche oder McLaren zu kolorieren. „Das coolste Auto-Malbuch für Erwachsene & Kinder“ von Christian Plagemann macht es möglich, eine ziemlich bunte Flotte zu betreiben. Prüfplakette in diesem Fall ausnahmsweise optional, Filzstifte obligatorisch. Mit mehr als 40 Motiven kommt man locker durch die Feiertage, und darf sich hinterher zurecht als Hobby-Designer feiern lassen. Die Vielfalt der angebotenen Typen, vom kultigen Rennwagen bis zum eleganten Oldtimer, von Hypercars zum Auto der Zukunft lassen keine Langeweile aufkommen. Altersbeschränkung und Wartezeiten, anders als beim Führerschein: keine. Erhältlich über Buchhandlungen und bei amazon.

Elmar Brümmer

Leuchtendes Vorbild

Ein praktisches Geschenk fürs Auto, aber auch viele andere Lebenslagen: Das ist die Taschenlampe Wuben Lightok Knight X0. Sie ist mit 57 Millimetern kaum länger als ein Autoschlüssel und wiegt nur 82 Gramm – leuchtet aber mit bis zu 1.100 Lumen so kraftvoll wie eine große Handlampe. Perfekt, wenn nachts am Straßenrand mal schnell etwas kontrolliert oder gewechselt werden muss. Dank des Magnetfußes haftet die X0 an Karosserieteilen, so bleiben beide Hände frei. Alternativ steht und liegt sie dank des außergewöhnlichen, kubischen Gehäuses perfekt in verschiedenen Positionen. Mit einem Metallclip kann sie auch aufgehängt werden. Der integrierte Akku ist über USB-C fix wieder geladen und hält im „Moonlight“-Modus bis zu 130 Stunden durch – ideal, wenn die Lampe im Handschuhfach auf ihren Einsatz wartet. Die kleine Lampe gibt es in verschiedenen Designs.

wubenlight.de

Rüdiger Abele

Bauen unterm Baum

Der Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“ ist ein Sportwagen des Jahrhunderts, Originale sind heute beinahe unbezahlbar. Das gilt nicht für den Bausatz von Mattel aus der neuen Reihe „Brick Shop“. Das zu Legosteinen kompatible SL-Set besteht aus rund 1.600 Elementen. Daraus entsteht dann ein blauer 300 SL im Maßstab 1:12, das fertige Modell ist 36 Zentimeter lang und bietet jede Menge authentischer Details. Neben den Flügeltüren zum Öffnen zählen dazu auch verschiedene Räder, mit Rudge-Zentralverschluss oder Metall-Radkappen. Bauelemente aus Metall wie der typische SL-Kühlergrill zeichnen das Set gegenüber anderen Bausätzen aus Kunststoff-Klemmbausteinen aus.

shopping.mattel.com

Peter Thomas

Mit dem Oldtimer ins Bett

Warm ums Herz wird vielen Menschen, wenn sie ihren Oldtimer betrachten. Kühlen die Gefühle in den kalten Wintermonaten ab, wenn die Preziose in der Garage überwintert? Das muss nicht sein: Her mit der Fototasse! Mit ein paar Klicks finden sich im Netz diverse Anbieter, die das Lieblingsfoto des eigenen Oldies auf eine Henkeltasse bannen. Alternativ auch auf Tassen für Kaffee und Glühwein, als Puzzle für lange Winterabende oder sogar als Bettdecke und Kopfkissen fürs Kuscheln mit dem Klassiker. Perfekt für den Winterschlaf aller Klassik-Freunde. Deshalb einfach mal kurz die Garage mit Webshop oder Fotoabteilung tauschen.

Michael Petersen

Wahre Schönheit kommt von innen

Mit einem Gutschein für eine professionelle Innenreinigung schenkst du Autoliebhabern genau das, was im Alltag oft zu kurz kommt: ein rundum frisches Fahrgefühl. Ob Krümel, Straßenschmutz, Flecken auf den Fußmatten oder der typische Winter-Mief – nach einer gründlichen Reinigung wirken Sitze, Armaturen, Teppiche und Scheiben innen wie neu. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn nasse Jacken, Salzreste und matschige Schuhe regelmäßig mitfahren, ist ein Reset für den Innenraum ein echtes Wohlfühl-Upgrade.

Das Schöne daran: Es ist ein Geschenk, das jedes Mal aufs Neue Freude macht, wenn man einsteigt. Wer mag, kann den Gutschein sogar noch aufwerten – zum Beispiel mit einer Geruchsneutralisierung, einer Polster- oder Teppich-Shampoonierung oder einer sanften Lederpflege. So wird aus einer einfachen Idee ein kleines Verwöhnprogramm fürs Auto.

Inna Baum

Die Augen gehen auf Reise

Egal ob Oldtimer, Sportwagen oder Cabrio: Alle Autoliebhaber vereint im Winter die Sehnsucht nach einer Spritztour in ihrem Schätzchen. Doch viele Gründe sprechen in den kalten Monaten dagegen. Wenn der zu beschenkende Autoliebhaber ohnehin schon einen gut gefüllten Werkstattwagen sein eigen nennt, nicht die größte Leseratte ist oder bereits genug Automobilia im Haus hat, dem kann noch mit einer Ausgabe „Curves – soulful driving“ echte Weihnachtsfreude beschert werden. Auf zirka 250 Seiten finden sich in dem Bookazine konkrete Routen, Hotelempfehlungen und Eindrücke für die wohl spannendsten Landschaften der Welt für Autoliebhaber. Die Augen-Reisen bei den inzwischen 25 Ausgaben reicht von Deutschland, über Korsika, Spanien und die USA bis nach Japan.

So können die Weihnachtstage genutzt werden, um direkt in die Reiseplanung für das nächste Jahr einzusteigen: Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude!

Die Magazine, die nicht nur für Porschefahrer geeignet sind, sind im Buchhandel oder in Onlineversandhäusern erhältlich.

curves-magazin.com

Christopher Schimmelpfennig

Wellness für Türgummis

Wenn die Temperaturen sinken und Fahrzeuge häufiger abgestellt werden, benötigen empfindliche Bauteile wie Türgummis besondere Aufmerksamkeit. Der Ballistol Universal-Pflegestift trägt dazu bei, Gummidichtungen geschmeidig zu halten, und beugt so dem typischen Winterproblem spröder oder rissiger Gummis wirksam vor. Gleichzeitig verhindert die Pflege, dass Türgummis bei Frost an Metallflächen festfrieren. Sein entscheidender Pluspunkt ist die exakte Anwendung: Die robuste Faserspitze gestattet die Verteilung eines homogenen Ölfilms – je nach Bedarf in feinen Linien oder bis zu 15 mm breiten Bahnen. Damit lassen sich nicht nur Türgummis effizient pflegen, sondern auch viele andere Komponenten, die eine dünne, saubere Schmier- oder Schutzschicht benötigen. Und das Beste daran: Der Universal-Pflegestift kann nachgefüllt werden. Das macht ihn besonders nachhaltig und langlebig. Ein Geschenk mit Langzeitwirkung!

ballistol-shop.de

Martin Gassl